Përmesknupp_Kleischen © Caroline Martin

Quelle/Klause

An der Quelle der Pirminusverehrung 

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Am Fuß der Bergkuppe entspringen seit ewigen Zeiten zwei Quellen, welche von den Menschen bereits damals als heilbringend angesehen wurden.

Als im 8ten Jahrhundert, so gegen 720, der Heilige Pirmin auf einer seiner zahlreichen Missionsreisen an diesen Quellen vorbeikam, wusch er sich seine kranken Augen und diese wurden geheilt. Er segnete diese heidnischen Quellen und betonte, dass seine Heilung nicht durch ihn erfolgte, sondern nur durch die Macht Gottes. Der Volksglaube erzählt weiter, dass die Bestimmung der zweiten Quelle durch Pirminus selbst angezeigt wurde, indem er den einzigen Sprössling der Schlossherrschaft von Wiltz, der bei schwacher Gesundheit und armseligen Gliedern war, segnete und seiner Mutter befahl ihren kranken Sohn nach 9tägigem Gebet zur Quelle zu bringen und dreimal in das Heilwasser zu tauchen. Der Herrschaftliche Knabe erlangte seine volle Gesundheit wieder.

Der Heilige Pirmin erscheint nur für einen Augenblick in der Kirchengeschichte unserer Region. Er beendet die heidnischen Bräuche, segnet den Born ein und zeigt dessen Bestimmung und verschwindet wieder aus unserer Umgebung. Aber das was er vollführt hatte, besteht durch die Jahrhunderte bis zu dem heutigen Tag fort.

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Im 8ten Jahrhundert baute der junge, geheilte Schlossherr, in Erfüllung seines Versprechens, auf dem Berg eine Kapelle und eine Einsiedelei. Im Tal aber spendeten die beiden Pirminusquellen im Schatten zweier mächtiger Eichen den Hilfsbedürftigen, imbesonderen kranken Kindern, Trost und Hilfe. Hauptsächlich am Pfingstmontag brachten die Eltern ihre Kleinen zur Kapelle und erflehten die Führsprache des Hl. Pirmin in einer Messfeier. Sie stiegen mit ihren Kindern den Berg zur Quelle hinunter und tauchten die kranken Kinder dreimal in die klare Quelle, um die Kleinen, wenn Gott es wollte gesund nach Hause zu führen. Kinder mit Rachitis, Sprachstörungen, Hautkrankheiten und Augenproblemen erfuhren Heilung bis in unsere Zeit. 

Als im 16ten Jahrhundert, so erzählen die alten Schriften, eine weitere Heilung am einzigen Sohn des Freiherrn Hartard von Wiltz bekannt wurde, überbaute der Pfarrer von Kaundorf den Born mit einer kleinen offenen Kapelle. Im Jahr 1793 liessen die Nachkommen der Herrschaft von Wiltz die Kapelle, in der Form eines ungleichen achteckigen Türmchens, neu errichten. Zwei Bäume bei der oberen Kapelle lieferten das Holz zum Dachwerk. In der Wandnische befand sich schon zu jener Zeit die uralte Statue des Heiligen Pirmin. In den Wirren der Französischen Revolution ging der gesamte Pirminusberg in privaten Besitz über. Der Zugang für die leidgeprüften Menschen zum Borne blieb dennoch durchgehend erhalten.

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Témoignage 11/2021

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Madame S. schreibt weiter:

Am 7ten Oktober hat mein Sohn Masut auf den Pirminusberg für die Maschinen der Forstverwaltung geliefert. So hat er die Quelle des Heiligen Pirminus entdeckt.

Madame S. war im Juni mit dem grauen Star operiert worden, was nicht gut gelungen war. Auf dem anderen Auge hatte Sie durch einen Unfall auch nur noch zirka 20% Sehkraft. So war es Ihr nicht mehr möglich Auto zu fahren und auch das lesen war nur noch mit einer Lupe möglich.

,, Aber dann kommt der heilige Pirmin mit seinem Heilwasser‘‘

Nach kurzer Zeit wurden die Augen besser, die Entzündung der Hornhaut ging zurück. Als Sie im November einen Termin bei ihrem Augenarzt hatte, konnte dieser nur feststellen, dass alles Gut war. Er war total überrascht. Die Augentropfen und die Antibiotika wurden sofort abgesetzt, was Madame S. aber schon nach 2 Wochen Behandlung mit Pirminuswasser gemacht hatte. Ihr nächster Arzttermin ist im Juni 2022. Auch Ihre Schwester welche ebenfalls Probleme mit den Augen hatte, würde eine Besserung bemerken.

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Der Verein

Im Jahr 1973 erwarb, die neu gegründete Vereinigung „Les Amis de Saint Pirmin - Përmesfrënn Kaundorf“, den Pirminusborn aus Privatbesitz.

Erzählungen und Legenden

Andacht und Verehrung des Pirminusborns sind durch viele Jahrhunderte nicht zugrunde gegangen. Viele Erzählungen und Legenden bezeugen die Einmaligkeit dieser Trost und Kraft spendenden Quelle bis in die heutige Zeit.

Krankheit und Leid

„Sankt Pirmin huet vir aaler Zeit, bei dëser Quell geknéit. Wien haut matt Kränkten ass gehait, sain Leed heihinnen dréit“ 

Strophe des Pirminusliedes von Pfarrer Alexis Hoffmann